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chatgpt für schulen und lehrer

ChatGPT für Lehrpersonen

ChatGPT ist längst nicht mehr nur ein Thema für Unternehmen, sondern wird auch immer mehr an Schulen diskutiert. Darunter Hochschulen, Universitäten, aber auch verstärkt Primar- und Sekundarschulen. In diesem Beitrag fokussiere ich mich vor allem auf den Einsatz von ChatGPT an Primar- und Sekundarschulen.

Was ist ChatGPT?

In dem Beitrag Was ist ChatGPT wird der Einsatz und die Funktionsweise von ChatGPT sehr genau und detailliert beschrieben.

Für diesen Beitrag habe ich jedoch ChatGPT direkt gefragt, was es eigentlich ist und wie es funktioniert? Ich habe den Text-Roboter dabei gebeten, sich auf Augenhöhe von Kindern zu begeben und den Text für diese Zielgruppe zu formulieren. Folgendes Ergebnis habe ich erhalten.

„Stellt euch vor, ihr hättet einen Roboterfreund, der super schlau ist und fast alles über die Welt weiß – so ähnlich ist ChatGPT! ChatGPT ist ein Computerprogramm, das mit Menschen plaudern kann, indem es benutzt, was es von vielen Büchern, Artikeln und dem Internet gelernt hat. Ihr könnt ihm Fragen stellen, wie zum Beispiel nach den tiefsten Ozeanen, den weitesten Planeten oder den kniffligsten Matheaufgaben, und es antwortet euch fast wie ein echter Mensch. Es ist wie eine Mischung aus einem super klugen Tutor und einem Geschichtenerzähler, der nie müde wird, mit euch zu reden und euch Neues beizubringen!“

Wie funktioniert ChatGPT?

Anschliessend habe ich den Text-Roboter gebeten, mehr zur Funktionsweise zu schreiben und dabei folgende Antwort bekommen.

„Stellt euch vor, euer Gehirn wäre wie eine riesige Schatzkiste voller Wörter und Sätze. Wenn ihr sprechen wollt, sucht ihr in dieser Schatzkiste nach den richtigen Worten und baut sie zu Sätzen zusammen. Genau so arbeitet ChatGPT, nur dass es eine Schatzkiste im Computer hat, die wir „Datenbank“ nennen. ChatGPT hat Millionen von Büchern, Gesprächen und Internetseiten gelesen und sich all diese Worte gemerkt. Wenn ihr ihm eine Frage stellt, kramt es blitzschnell in seiner digitalen Schatzkiste und findet die passenden Worte, um euch eine hilfreiche und kluge Antwort zu geben. Es ist wie ein Zaubertrick mit Worten, bei dem ChatGPT immer das richtige Wort aus dem Hut zaubert!“

In dem folgenden Video erklärt der SRF speziell für Kinder, was ChatGPT ist und wie der Text-Roboter in Zukunft bei Hausaufgaben unterstützen kann.

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ChatGPT vom SRF für Kinder erklärt

ChatGPT für Lehrpersonen

ChatGPT wird in Zukunft auch den Arbeitsalltag von Lehrkräften verändern. Hier einige Beispiele, wie ChatGPT die Lehrenden unterstützen kann.

  1. Unterrichtsmaterial erstellen: Lehrer können ChatGPT verwenden, um massgeschneiderte Lehrmaterialien wie Quizfragen, Arbeitsblätter oder Diskussionsthemen zu generieren, die auf die spezifischen Bedürfnisse ihrer Klasse zugeschnitten sind.
  2. Prüfungsunterlagen erstellen: ChatGPT kann Prüfungsaufgaben und Musterlösungen für Lehrkräfte erstellen.
  3. Übersetzungen: ChatGPT kann Unterrichtsmaterialien, oder Eltern-Informationen in beliebige Sprachen übersetzten. Dies hilft vor allem bei der Kommunikation mit Schülern und Eltern mit Migrationshintergrund.
  4. Zeugniserstellung. ChatGPT kann helfen Beurteilungstexte für Schüler zu erstellen. Dabei sollten jedoch wichtige Regeln zum Datenschutz und zur Eingabe persönlicher Informationen beachtet werden (siehe unten auf dieser Seite).
  5. Fortbildung der Lehrkräfte: Lehrer können ChatGPT nutzen, um sich selbst weiterzubilden, indem sie Informationen zu den neuesten pädagogischen Forschungen oder Lehrstrategien anfragen, die sie in ihren Unterricht integrieren können.

ChatGPT für Schüler

Auch Schüler können ChatGPT nutzen. Meist wissen die Schüler dabei sogar besser, was mit dem Text-Roboter schon alles möglich ist.

1. Beantwortung von Fragen: ChatGPT hilft Schülern bei Hausaufgaben, indem das System Fragen zu verschiedenen Themen beantwortet, einschliesslich Mathematik, Naturwissenschaften, Geschichte und Geographie. Es ist allerdings nicht immer garantiert, dass die Antworten korrekt sind.

2. Übersetzung: ChatGPT unterstützt Schüler, fremdsprachige Texte zu verstehen, indem das System Texte in die gewünschte Sprache übersetzt.

3. Rechtschreib- und Grammatikkorrektur: ChatGPT kann Texte von Schülern korrigieren und sie bei der Verbesserung ihrer Rechtschreibung und Grammatik unterstützen.

4. Testvorbereitung: ChatGPT hilft den Schülern, sich auf Tests und Prüfungen vorzubereiten, indem ihnen Übungsfragen gestellt werden und Feedback zu ihren Antworten gegeben wird.

5. Textzusammenfassung: ChatGPT kann wichtige Informationen aus langen Texten extrahieren, Zusammenfassungen, Lernkarten und andere Textformate daraus erstellen.

ChatGPT Anwendungen

Die folgenden Videos zeigen verschiedenen Anwendungen von ChatGPT im Schulalltag.

ChatGPT zur Textkorrektur

ChatGPT zur Textkorrektur

ChatGPT für Zusammenfassungen und Vorträge

ChatGPT für Zusammenfassungen und Vorträge

ChatGPT zur Prüfungsvorbereitung und zum Lernen

ChatGPT zur Prüfungsvorbereitung und zum Lernen

Grenzen von ChatGPT in der Schule

Grenzen von ChatGPT in der Schule

ChatGPT Datenschutz und Mindestalter

Die oben gezeigten Beispiele klingen auf den ersten Blick sehr interessant und teilweise auch nützlich, dennoch gibt es einige wichtige Hinweise zum Datenschutz und zum Mindestalter zu beachten.

ChatGPT und Mindestalter

ChatGPT ist nur nach vorheriger Registrierung nutzbar und erhebt Nutzungsdaten. Die Daten werden in die USA übertragen, dort gespeichert und verarbeitet. Das von dem Betreiber OpenAI angegebene Mindestalter für die Nutzung ist 13 Jahre, das Mindestalter für eine Registrierung liegt sogar bei 18 Jahren. Lehrkräfte dürfen Schüler unter 18 Jahren nicht verpflichten, einen Account bei dem ChatGPT-Betreiber OpenAI anzulegen. Schüler über 18 Jahren können einen Account anlegen, allerdings muss die Entscheidung dafür freiwillig erfolgen. Es dürfen keine negativen Konsequenzen (z.B. Ausschluss von der Teilnahme am Unterricht) erfolgen, wenn Schüler den Service von OpenAI nicht nutzen wollen.

ChatGPT und Datenschutz

OpenAI, das Unternehmen, was hinter ChatGPT steckt, gibt selbst an, dass sie die eingebenden Informationen für Weiterentwicklungen und Auswertungen des Systems nutzen. Schüler und Lehrkräfte müssen also vorsichtig sein, wenn sie schützenswerte oder persönliche Daten in das Eingabefeld von ChatGPT eingeben. Mehr zu ChatGPT und Datenschutz in einem meiner letzten Beiträge.

Herausforderungen von ChatGPT für Schüler

Fehleranfälligkeit

ChatGPT ist gut geeignet, um sich weitverbreitetes Wissen anzueignen. Bei spezielleren Fragen werden aber oftmals fehlerhafte Antworten ausgegeben. Die Herausforderung dabei: Der Chatbot ist so programmiert, dass seine Antworten möglichst „menschenähnlich“ klingen. Dadurch wirken diese oft glaubwürdiger als die Ergebnisse einer Google-Suche – selbst wenn beispielsweise Quellen erfunden wurden. Das kann es für Lehrende wie auch Schüler in Zukunft noch schwerer machen, gefundene Informationen zu bewerten und im Unterricht Quellenkritik zu üben.

Daher wird es künftig noch wichtiger, mit den Schülern zu besprechen, wie man Inhalte mit anderen Quellen abgleichen, Quellen auf ihre Glaubwürdigkeit überprüfen und Falschmeldungen erkennen kann.

Urheberrecht

Mit ChatGPT ergeben sich mit Blick auf das Thema „Schutz des geistigen Eigentums“ einige offene Fragen, die sowohl die Ebene der Entwicklung wie auch die Ebene der Anwendung berühren:

Um das Sprachmodell GPT-3 zu trainieren, greift ChatGPT auf Inhalte von Content-Anbietenden und Privatpersonen im Netz zurück (z.B. Nachrichtenartikel, wissenschaftliche Arbeiten, Enzyklopädien, Blogs etc.) und verwertet auch Daten, die die Nutzer durch ihre Eingaben in den Chatbot machen. Dabei kann es sich möglicherweise auch um urheberrechtlich geschützte Inhalte handeln. Hier stellt sich die Frage, inwieweit der KI-Anbieter durch das Training der KI-Modelle Eigentumsrechte Dritter verletzt haben könnte.
Rechtlich zu klären bleibt dann, ab wann Nutzer beanspruchen können, dass es sich bei den KI-generierten Outputs um ein eigenes urheberrechtlich geschütztes Werk handelt. Im Sinne des Urheberrechts sind nur solche Werke geschützt, die einer persönlichen, geistigen Schöpfung entspringen. Das heisst: Nur ein Mensch kommt als Urheber in Betracht, nicht die KI oder Anbietende der KI. Verwendet eine Person einen von ChatGPT erzeugten Text, muss sie ihn theoretisch in so einem Masse nachbearbeiten, dass eine hinreichende Schöpfungshöhe im Werk vorhanden ist.
Ein weiteres urheberrechtliches Problem besteht darin, inwiefern Nutzer, die den KI-generierten Output verwenden, mögliche Rechte Dritter verletzen. Und zwar, weil es sich bei den generierten Inhalten um geschützte Inhalte handeln kann, auch wenn dies nicht angegeben wird.
Ebenfalls bleibt zu klären, in welchen Fällen schon mit der Eingabe eines Inhalts im Chatbot selbst eine Rechtsverletzung vorliegt. Das Thema Urheberrecht wird in der Podcast Folge #96 mit der Juristen Cornelia Stengel genauer diskutiert.

Quellenangaben

Bei Wissenschaftlichen Arbeiten stellt sich immer die Frage der Quellenangaben. Wie ist es nun, wenn Schüler ChatGPT für Aufsätze verwenden? Bislang gibt es keine allgemeine Regel, wie ChatGPT zitiert werden sollte. Sofern ich ChatGPT zur Erstellung von Text-Abschnitten nutze, mache ich dies meist durch einen Screenshot erkenntlich. Weiter empfiehlt es sich, die Antwort von ChatGPT nicht direkt zu übernehmen, sondern im Rahmen von wissenschaftlichen Arbeiten eher die Ursprungsquelle zu zitieren.

Tipps für Lehrkräfte zum Einsatz von ChatGPT im Unterricht

Nicht ignorieren

ChatGPT wird bereits von vielen Schüler genutzt. Zudem ist davon auszugehen, dass sich nicht nur ChatGPT selbst weiterentwickelt, sondern auch weitere ähnliche Tools entstehen werden. Umso wichtiger ist es, sich bereits jetzt mit den Chancen und Risiken solcher Programme auseinanderzusetzen. ChatGPT sollte dabei als Chance gesehen werden und Lehrkräfte dürfen das Tool nicht ignorieren. Vielmehr müssen Lehrer versuchen Schüler im Umgang mit ChatGPT aufzuklären, wie solche Anwendungen in Zukunft genutzt werden können und welchen Stellenwert Quellenkritik einnimmt.

Nicht verbieten

Ein Verbot von ChatGPT und Co. ist wenig sinnvoll, denn dieses nimmt die Möglichkeit, sich mit dem Thema aktiv auseinanderzusetzen. Es gibt zwar Programme, die daran arbeiten, KI-generierte Texte (ähnlich wie Plagiate) zu erkennen, doch auch diese können ausgetrickst werden.

Gemeinsam nutzen

Lehrer sollten die Chancen und Herausforderungen von ChatGPT und Co. gemeinsam mit Ihren Schülern testen. Gerade in der jetzigen Phase ist es wichtig, gemeinsam Regeln zu entwerfen – zum Umgang mit gefundenen Informationen und zur Integration solcher Programme in den Schulalltag.

Informationskompetenz aufbauen

Lehrkräfte sollten wissen zur Nutzung von ChatGPT aktiv in den Unterricht integrieren. Am besten zeigen die Lehrkräfte den Schülern, wie ChatGPT Texte generieren kann und wie sie wahre Antworten von falschen Antworten unterscheiden können. Dabei sollten auch die rechtlichen und moralischen Themen diskutiert werden.

Weitere Tipps

Prompts für ChatGPT

Wenn wir ChatGPT eine Aufgabe geben, nennen wir dies Prompt. Dabei gilt, je genauer der Prompt ist, desto besser ist auch das Ergebnis, was ChatGPT erstellt. Ich habe speziell im Kontext „Bildung“ eine Liste mit den wichtigsten Prompts erstellt. Die Liste ChatGPT Prompts für Bildung kann auf dieser Seite herunter geladen werden.

Impuls-Referate

Ich gebe viele Keynote und Impuls-Referat zum Einsatz und zur Nutzung von ChatGPT. Dabei habe ich in den letzten Monaten auch einige Referate für Lehrpersonen, Kantone und Gemeinden gehalten. Mir persönlich liegt die Wissensvermittlung rund um ChatGPT bei Lehrkräften und Schülern sehr am Herzen, nur wenn der Nachwuchs richtig geschult ist, können wir langfristig von der KI profitieren und die Risiken dieser Technologie minimieren.

Kurse und Workshops

Ich biete auch gezielt Kurse und Workshops zum Einsatz von ChatGPT an. Die Angebote unterscheiden sich nach Zielgruppe und Erwartungen. Das ChatGPT Einzel-Coaching richtet sich besonders für Anfänger und Einzelpersonen, die in einem 2er Gespräch von mir geschult werden möchten bzw. individuelle Fragen beantworten wollen. Die Workshops richten sich mehrheitlich an Gruppen und Teams.

Zudem biete ich auch Kurse bei externen Anbietern, wie beispielsweise bei der Zürcher Arbeitsgemeinschaft Lehrpersonenweiterbildung «Künstliche Intelligenz» in der Schule anhand von ChatGPT.

Unterrichtsmaterialien

Im Beitrag ChatGPT im Unterricht erkläre ich genauer, wie ChatGPT im Unterricht eingesetzt werden kann. Dabei habe ich auch Beispiel-Aufgaben für die Einführung von ChatGPT im Unterricht erstellt.

Melanie Schmidlin, Specialist for Education and DigitisationSpecialist for Education and Digitisation
Kanton Luzern

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