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Generative AI Chatbots und Datenschutz

Was ist Generative AI?

Generative AI bezeichnet Algorithmen, die in der Lage sind, eigenständige Inhalte wie Texte, Bilder oder Musik zu erstellen, indem sie aus großen Datenmengen lernen. Sie kann beispielsweise zur automatischen Erstellung von Designentwürfen oder zur Textgenerierung verwendet werden. Die Vorteile liegen in der Effizienzsteigerung, der Skalierbarkeit und der Fähigkeit, maßgeschneiderte Lösungen zu bieten. Zudem können sie kreative Prozesse unterstützen und beschleunigen. Die Nachteile sind, dass sie eine qualitativ hochwertige Datengrundlage benötigen und ethische Bedenken hervorrufen können, insbesondere wenn es darum geht, menschliche Arbeit zu ersetzen. Zudem kann die Qualität der generierten Inhalte variieren und eine Überprüfung durch Menschen erfordern.

Was ist ein Generative AI Chatbot?

Generative AI-Chatbots sind fortschrittliche Dialogsysteme, die mithilfe künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen eigenständig Antworten und Texte erzeugen können. Sie nutzen grosse Datenmengen und lernen aus Interaktionen, um menschenähnliche Konversationen zu simulieren. Diese Chatbots sind nicht auf vorprogrammierte Antworten beschränkt, sondern können neue und einzigartige Antworten generieren, die auf den Kontext und die Absichten der Benutzer eingehen. Sie werden in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt, von Kundenservice bis hin zur Unterstützung bei komplexen Aufgaben wie der Programmierung oder dem Verfassen von Texten.

Als Grundlage für die Antworten nutzen Generative AI Chatbots Wissensquellen, die wir Menschen ihnen vorgeben. Dies können Webseiten, PDF-Dokumente oder andere Datenquellen sein.

Welche Datenschutz Risiken entstehen bei der Nutzung von Generative AI Chatbots?

Der Einsatz von Generative AI Chatbots bringt viele Vorteile mit sich. Unternehmen können Anfragen von Kunden oder Mitarbeitenden automatisiert beantworten und steigern dadurch die Effizienz und Produktivität. Gleichzeitig bringt die neue Technologie auch Risiken mit sich, welche sorgfältig beachtet werden müssen.

  • Datenschutzrisiken: Der Chatbot sammelt beispielsweise Daten über Benutzer-Interaktionen, aber ob dies datenschutzkonform geschieht, ist nicht bekannt.
  • Sicherheitsrisiken: Auch Sicherheitsverletzungen können durch „fremde“ KI-Modelle entstehen, die zu Datenverlust oder -diebstahl führen können. Dies kann negative Auswirkungen auf das Unternehmen haben, z. B. zu finanziellen Verlusten, Rechtsstreitigkeiten oder Kundenabwanderung führen.
  • Diskriminierung: Es kann passieren, dass die Generative AI auch ungewünschte und diskriminierende Inhalte erzeugt. Dies kann zu Kontroversen und negativer Reputation für das Unternehmen führen. Hier ein Beispiel des DPD Chatbots in den UK.
  • Fehlinformationen: Es kann passieren, dass die Generative AI Fehlinformationen generiert, die die Nutzer verwirrt oder sogar zu falschen Entscheidungen bringt.

Welchen Einfluss hat die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) auf Generative AI Chatbots?

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist ein europäisches Gesetz, das den Schutz personenbezogener Daten regelt. Sie ist in Artikel 2 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes (GG) verankert. In Deutschland trat die DSGVO seit dem 25. Mai 2018 in Kraft. Auch die Schweiz lehnt ihre Rechtssprechung immer mehr an die DSGVO an.

Die DSGVO gilt demnach auch für Chatbots. Unternehmen, die Chatbots einsetzen, müssen daher sicherstellen, dass sie die DSGVO grundsätzlich einhalten. 

Im Folgenden die wichtiger Richtlinien, die bei der Verwendung von KI- Chatbots zu beachten sind:

  • Personenbezogene Daten dürfen nur dann verarbeitet werden, wenn eine rechtliche Grundlage dafür besteht. Die gängigsten rechtlichen Grundlagen sind Einwilligung, Vertragserfüllung und gesetzliche Verpflichtung.
  • Personenbezogene Daten dürfen nur für die Zwecke verarbeitet werden, für die sie erhoben wurden.
  • Personenbezogene Daten müssen sicher gespeichert und verarbeitet werden.
  • Betroffene Personen haben das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch.

Wie halte ich den Datenschutz bei Generative AI Chatbots ein?

Der Datenschutz ist für Unternehmen, die mit personenbezogenen Daten umgehen, von entscheidender Bedeutung. Gleichzeitig sollten die Bedenken um den Datenschutz nicht dazu führen, dass sich Unternehmen gegen den Einsatz von KI-Chatbots entscheiden. Vielmehr gilt es, diese 5 wichtigsten Tipps einzuhalten. (Diese Tipps sind im Allgemeinen nichts neues, sondern gelten auch bei der Verwendung von anderen Marketing- Tools.)

1. Aktive Einwilligung einholen

Bevor ihr personenbezogene Daten von Nutzern über einen Chatbot erhebt, müsst ihr eure Nutzer um ihre Einwilligung bitten. Dies kann über ein Opt-in-Verfahren erfolgen, bei dem der Nutzer aktiv zustimmt, dass seine Daten erhoben und verwendet werden.

2. Transparenz bei der Datennutzung

In eurer Datenschutzerklärung müsst ihr eure User und Kunden darüber informieren, welche personenbezogenen Daten ihr über den Chatbot sammelt und wie ihr diese weiter verwendet. Dazu gehören unter anderem die Art der Daten, der Zweck der Erhebung und die Dauer der Speicherung.

3. Datensparsamkeit

Am besten sammelt ihr wirklich nur so viele personenbezogene Daten, wie ihr auch wirklich für den Usecase oder für euer Business benötigt.

4. Datensicherheit

Natürlich solltet ihr eine Chatbot Software nehmen, die auch alle erforderlichen technischen und organisatorischen Massnahmen zum Schutz der personenbezogenen Daten garantieren kann. Dazu gehören beispielsweise Verschlüsselung, Zugriffskontrolle und regelmässige Sicherheitsprüfungen. Vielmals gibt es Tools aus Amerika, die zwar kostengünstig sind, aber den Standards des Datenschutzes nur mangelhaft entsprechen.

5. Nutzerrechte beachten

Nutzer haben ein Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Widerspruch gegen die Verarbeitung sowie auf Datenübertragbarkeit. Dies müsst ihr auch bei der Nutzung von Chatbots sicher stellen.

Wie stelle ich sicher, dass der Generative AI Chatbot nicht ausser Kontrolle gerät?

Abgesehen von Datenschutz gibt es immer wieder Beispiele, wo Chatbots „ausser Kontrolle“ geraten sind. Zum Teil fangen die Generative AI Bots an, ihre Nutzer zu beschimpfen oder liefern einfach nicht die richtigen Antworten.

Am besten beugt ihr diesen „Ausrastern“ des Chatbots vor, in dem ihr mit den passenden Prompts dem KI- Chatbot sagt, wie er sich verhalten soll. Mehr dazu findet ihr in meinem Beitrag zu Tipps für Generative AI Chatbots.

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