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Hausaufgaben neu denken: Mit KI Aufgaben so gestalten, dass echtes Verständnis entsteht

*Dieser Beitrag basiert auf einem YouTube-Video von Sophie Hundertmark, Expertin für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz mit Fokus auf Chatbots und strategische AI-Anwendungen in Unternehmen und öffentlichen Institutionen. Sophie ist Forscherin und Dozentin an der Hochschule Luzern und promoviert im Bereich Conversational AI an der Universität Fribourg. Der Blogtext wurde mithilfe eines Custom GPT-Modells erstellt, das auf Sophies Video-Inhalte, Sprachstil und Fachwissen trainiert wurde. So entstehen fundierte, aktuelle Beiträge auf Basis eigener Expertise von Sophie Hundertmark.

Den Link zum Video findet ihr am Ende dieses Beitrags.


Künstliche Intelligenz verändert auch den Bildungsbereich. Tools wie ChatGPT werden inzwischen von vielen Schülerinnen, Studenten und Lernenden genutzt – sei es für Hausaufgaben, zum Recherchieren oder zum Erklären komplexer Themen.

Doch genau hier entsteht eine zentrale Frage für Lehrkräfte, Eltern und Bildungseinrichtungen:

Wie können Aufgaben so gestaltet werden, dass Lernende KI zwar nutzen dürfen – aber trotzdem selbst denken und wirklich verstehen müssen?

Eine mögliche Antwort darauf liefert ein einfacher, aber wirkungsvoller Prompt-Ansatz. Dieser hilft dabei, bestehende Hausaufgaben so umzubauen, dass sie stärker auf Verständnis, Erklärung und Reflexion abzielen.

Warum Erklärung der Schlüssel zum Lernen ist

Ein Thema wirklich verstanden zu haben zeigt sich oft erst dann, wenn man es anderen erklären kann. Genau dieses Prinzip nutzen viele moderne Lernmethoden.

Wenn Lernende ein Konzept erklären müssen, passiert Folgendes:

  • Sie strukturieren ihr Wissen neu
  • Sie erkennen Verständnislücken
  • Sie übersetzen Fachwissen in verständliche Sprache

Dieser Prozess zwingt dazu, sich tiefer mit dem Inhalt auseinanderzusetzen, statt lediglich eine Lösung zu reproduzieren.

Gerade im Zeitalter von KI-Tools ist dieser Ansatz besonders wertvoll. Denn während KI schnell Antworten liefern kann, ersetzt sie nicht automatisch echtes Verständnis.

Der Weekly Prompt: Hausaufgaben mit KI neu formulieren

Mit einem gezielten Prompt lässt sich eine bestehende Hausaufgabe so umformulieren, dass sie stärker auf Verstehen, Erklären und Reflexion ausgerichtet ist.

Die Idee ist einfach:
Du gibst einer KI eine vorhandene Aufgabe und lässt sie daraus eine neue Version erstellen, bei der Lernende das Thema zunächst selbst erarbeiten und anschließend erklären müssen.

Die ursprüngliche Aufgabe kannst du dabei entweder als Text einfügen oder direkt hochladen. Die KI erstellt anschließend eine neue Aufgabenstellung, die stärker auf Verständnis und Transferleistung abzielt.

Der Prompt zum direkten Kopieren

Damit du den Ansatz sofort ausprobieren kannst, findest du hier den Prompt 1:1 zum Kopieren:

Du bist eine KI, die Hausaufgaben so gestaltet,
dass Schüler:innen Wissen erklären lernen.

Ich lade dir eine bestehende Aufgabe hoch.

Forme sie so um, dass die Schüler:innen:

  • das Thema zuerst selbst verstehen (KI erlaubt)
  • es anschließend für eine andere Person erklären müssen

Die neue Aufgabe soll enthalten:

  • eine Zielperson (z. B. jüngeres Kind, neue Mitschülerin, Oma)
  • klare Anforderungen:
    • einfache Sprache
    • eigenes Beispiel
    • maximal X Sätze
  • eine Reflexionsfrage:
    „Was war schwierig beim Erklären und warum?“

Ziel ist zu prüfen,
ob das Thema wirklich verstanden wurde.

Wie solche Aufgaben das Lernen verändern

Durch diese Struktur verändert sich die Art der Aufgabe deutlich. Statt nur eine Lösung abzugeben, müssen Lernende zeigen, dass sie ein Thema wirklich verstanden haben.

Eine solche Aufgabe kann zum Beispiel so aufgebaut sein:

  1. Thema verstehen
    Die Lernenden recherchieren das Thema selbst und dürfen dabei auch KI-Tools nutzen.
  2. Erklärung für eine Zielperson formulieren
    Das Thema wird anschließend so erklärt, dass eine konkrete Person es verstehen kann.
  3. Eigene Reflexion
    Zum Abschluss reflektieren die Lernenden, was beim Erklären schwierig war.

Gerade die Kombination aus Erklärung und Reflexion sorgt dafür, dass sich Lernende intensiver mit dem Inhalt beschäftigen.

KI als Lernwerkzeug statt Abkürzung

Viele Diskussionen rund um KI im Bildungsbereich drehen sich um die Sorge, dass Lernende Aufgaben einfach von KI lösen lassen.

Doch die eigentliche Chance liegt darin, Aufgabenformate anzupassen.

Wenn Aufgaben darauf ausgelegt sind, dass Lernende:

  • Inhalte verstehen müssen
  • sie in eigene Worte übertragen
  • sie anderen erklären
  • und ihren Lernprozess reflektieren

dann wird KI zu einem Lernwerkzeug statt zu einer Abkürzung.

Inspiration für Unterricht und Lernen

Dieser Prompt ist ein einfaches Beispiel dafür, wie sich bestehende Aufgaben mit wenigen Anpassungen weiterentwickeln lassen.

Lehrkräfte können damit:

  • klassische Hausaufgaben neu gestalten
  • KI sinnvoll in den Unterricht integrieren
  • und gleichzeitig sicherstellen, dass Lernen weiterhin anspruchsvoll bleibt.

Denn auch im Zeitalter von KI gilt weiterhin eine zentrale Erkenntnis:

Wer etwas erklären kann, hat es wirklich verstanden.


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