ChatGPT (10)

Hausaufgaben mit KI gestalten: Ein Prompt für Lehrer und Eltern

*Dieser Beitrag basiert auf einem YouTube-Video von Sophie Hundertmark, Expertin für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz mit Fokus auf Chatbots und strategische AI-Anwendungen in Unternehmen und öffentlichen Institutionen. Sophie ist Forscherin und Dozentin an der Hochschule Luzern und promoviert im Bereich Conversational AI an der Universität Fribourg. Der Blogtext wurde mithilfe eines Custom GPT-Modells erstellt, das auf Sophies Video-Inhalte, Sprachstil und Fachwissen trainiert wurde. So entstehen fundierte, aktuelle Beiträge auf Basis eigener Expertise von Sophie Hundertmark.

Den Link zum Video findet ihr am Ende dieses Beitrags.


Dieser Prompt richtet sich ganz bewusst an Lehrer, Eltern und alle, die mit Schülern oder im Lernkontext arbeiten.

Eine Frage begegnet mir dabei immer wieder:
Wie können wir Hausaufgaben so gestalten, dass sie Kinder und Jugendliche weiterhin herausfordern – obwohl KI längst genutzt wird?

Denn eines ist klar: Tools wie ChatGPT oder Gemini gehören für viele Schüler längst zum Alltag. Verbote lösen dieses Thema nicht. Stattdessen sollten wir Aufgaben so formulieren, dass Denken, Verstehen und eigene Entscheidungen im Mittelpunkt stehen.

Genau dafür habe ich diesen Prompt entwickelt.

Warum klassische Hausaufgaben heute nicht mehr ausreichen

Viele klassische Aufgabenformate – Inhaltsangaben, Zusammenfassungen oder Interpretationen – lassen sich heute problemlos von einer KI erledigen. Das Ergebnis ist oft formal korrekt, sagt aber wenig darüber aus, ob der Lernstoff wirklich verstanden wurde.

Mein Ansatz ist deshalb nicht: KI verbieten.
Sondern: KI bewusst erlauben – und den Denkprozess sichtbar machen.

So wird aus einer reinen Abgabe eine echte Lernaufgabe, bei der Fachwissen, Reflexion und Eigenleistung zusammenspielen.

Der Prompt: Fokus auf Denkprozesse statt fertige Antworten

Der Prompt ist bewusst so formuliert, dass er in nahezu allen KI-Tools eingesetzt werden kann. In meinem Beispiel zeige ich ihn mit Kimi, einem asiatischen KI-Modell, das in den letzten Monaten stark an Bekanntheit gewonnen hat. Mir ist dabei wichtig zu zeigen: Der Prompt funktioniert unabhängig vom Modell.

Die Grundidee des Prompts ist einfach und wirkungsvoll:

  • Die KI soll Hausaufgaben so umgestalten,
    dass der Denkprozess der Schüler im Mittelpunkt steht.
  • Schüler dürfen KI benutzen,
    müssen aber ihren eigenen Lösungsweg erklären.
  • Die Aufgabe ist so formuliert,
    dass eine reine KI-Antwort nicht ausreicht, um alle Teile zu erfüllen.

Was muss die neue Aufgabe enthalten?

Ich gebe der KI eine bestehende Aufgabe und klare Anforderungen. Die neu formulierte Aufgabe muss immer folgende Elemente enthalten:

  • Eine fachliche Hauptaufgabe
  • Eine verpflichtende Erklärung des Vorgehens, zum Beispiel:
    • Wie bist du vorgegangen?
    • Wobei hat dir KI geholfen?
    • Wo musstest du selbst Entscheidungen treffen?

Damit wird nicht nur das Ergebnis bewertet, sondern auch Verständnis, Reflexionsfähigkeit und Eigenleistung.

Beispiel aus dem Deutschunterricht: Wilhelm Tell neu gedacht

Als Ausgangspunkt habe ich eine sehr klassische Aufgabe gewählt:

„Schreibt eine Inhaltsangabe der ersten drei Kapitel von Wilhelm Tell und interpretiert das erste Kapitel.“

Viele von uns erinnern sich gut an solche Aufgaben – und ehrlich gesagt gehörten sie auch für mich nicht zu den beliebtesten. Mit dem Prompt wird genau diese Aufgabe so umformuliert, dass sie auch mit KI-Unterstützung anspruchsvoll bleibt.

Der Bezug zu Wilhelm Tell bleibt bestehen, aber eine bloße Inhaltswiedergabe reicht nicht mehr aus. Schüler müssen erklären, wie sie gearbeitet haben, wo KI unterstützt hat und wo eigenes Denken gefragt war.

Lernen wird vielseitiger als reine Textabgaben

Spannend finde ich auch, dass die KI bei der Umformulierung teilweise kreative oder alternative Umsetzungsformen vorschlägt. Das funktioniert je nach Modell unterschiedlich gut, zeigt aber deutlich das Potenzial:

  • alternative Darstellungsformen
  • Visualisierungen von Zusammenhängen
  • kreative Reflexion statt reiner Textproduktion

So entstehen Aufgaben, die tieferes Verständnis fördern und näher an der Lebensrealität der Schüler sind.

Fazit: KI sinnvoll in Hausaufgaben integrieren

Dieser Prompt zeigt sehr deutlich:
KI ist kein Hindernis für gutes Lernen – wenn Aufgaben klug gestellt werden.

Indem der Fokus auf Denkprozesse, Reflexion und eigene Entscheidungen gelegt wird, bleiben Hausaufgaben herausfordernd, fair und zeitgemäß. Genau so wünsche ich mir Lernen in einer Welt, in der KI längst dazugehört.nt es sich definitiv, Kimi zu testen. Gerade als Startpunkt spart das Tool enorm viel Zeit.


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