*Dieser Beitrag basiert auf einem YouTube-Video von Sophie Hundertmark, Expertin für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz mit Fokus auf Chatbots und strategische AI-Anwendungen in Unternehmen und öffentlichen Institutionen. Sophie ist Forscherin und Dozentin an der Hochschule Luzern und promoviert im Bereich Conversational AI an der Universität Fribourg. Der Blogtext wurde mithilfe eines Custom GPT-Modells erstellt, das auf Sophies Video-Inhalte, Sprachstil und Fachwissen trainiert wurde. So entstehen fundierte, aktuelle Beiträge auf Basis eigener Expertise von Sophie Hundertmark.
Den Link zum Video findet ihr am Ende dieses Beitrags.
Die Planung einer Fahrradtour kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Strecken recherchieren, passende Startpunkte finden, Steigungen prüfen und anschließend alles in einer übersichtlichen Dokumentation zusammenfassen – oft steckt deutlich mehr Aufwand dahinter, als man zunächst vermutet.
In meinem aktuellen Test habe ich deshalb ausprobiert, wie gut sich die KI Claude für die Planung einer Fahrradtour eignet. Das Ergebnis hat mich überrascht: Innerhalb weniger Minuten erhielt ich mehrere passende Routenvorschläge inklusive Dokumentation und direkt nutzbaren Google-Maps-Links.
Die Ausgangslage: Eine Fahrradtour am Comer See
Für meine nächste Fahrradtour hatte ich bereits einige Rahmenbedingungen im Kopf:
- Anreise mit Zug und Fahrrad nach Como
- Fahrradtour entlang des Comer Sees
- Streckenlänge zwischen 50 und 60 Kilometern
- Möglichst asphaltierte Wege ohne Naturbelag
- Wenig Steigungen und möglichst flache Strecken
- Geeignet für eine gemeinsame Tour mit meinem Vater
Diese Anforderungen habe ich Claude in einem einfachen Prompt beschrieben. Dabei waren sogar einige Tippfehler enthalten – für die KI stellte das jedoch kein Problem dar.
Aus einer einfachen Anfrage werden fünf konkrete Tourenvorschläge
Nach meiner Anfrage generierte Claude direkt fünf unterschiedliche Routenvorschläge, die bereits sehr gut zu meinen Vorgaben passten.
Besonders interessant war dabei, dass die KI nicht nur allgemeine Ideen lieferte, sondern konkrete Touren mit nachvollziehbaren Streckenverläufen vorschlug. Dadurch konnte ich schnell einen Überblick gewinnen und verschiedene Optionen miteinander vergleichen.
Gerade bei Freizeitaktivitäten wie Fahrradtouren zeigt sich ein großer Vorteil von KI-Systemen: Statt selbst stundenlang zu recherchieren, erhält man innerhalb weniger Sekunden mehrere Alternativen, die als Ausgangspunkt für die weitere Planung dienen können.
Anpassungen durch Nachfragen verfeinern
Wie bei vielen KI-Anwendungen entsteht das beste Ergebnis häufig nicht durch den ersten Prompt, sondern durch gezielte Nachfragen.
In meinem Fall war mir wichtig, dass die Touren direkt am Bahnhof Como San Giovanni starten. Nachdem ich diese Anforderung ergänzt hatte, passte Claude sämtliche Vorschläge entsprechend an.
Anschließend nahm ich noch einige kleinere inhaltliche Anpassungen vor. Die KI konnte die bestehenden Routenvorschläge problemlos überarbeiten und an die neuen Anforderungen anpassen.
Dieses Vorgehen zeigt sehr gut, wie KI als interaktiver Planungsassistent genutzt werden kann: Statt von vorne zu beginnen, werden bestehende Ergebnisse schrittweise optimiert.
Automatisch erstelltes Word-Dokument mit allen Informationen
Besonders beeindruckt hat mich die nächste Funktion.
Nachdem die Routenplanung abgeschlossen war, bat ich Claude darum, alle Informationen in einem Word-Dokument zusammenzufassen. Die KI stellte daraufhin direkt ein Dokument zum Download bereit.
Darin enthalten waren:
- Die fünf ausgearbeiteten Fahrradrouten
- Die aktualisierten Versionen nach meinen Anpassungen
- Übersichtlich strukturierte Informationen zu den einzelnen Touren
- Kartenausschnitte zur Orientierung
- Verknüpfungen zu den jeweiligen Kartenansichten
Dadurch entstand innerhalb kürzester Zeit eine vollständige Planungsunterlage, die ich direkt speichern und später verwenden konnte.
Google-Maps-Links direkt integriert
Ein weiteres Highlight waren die automatisch eingebundenen Google-Maps-Links.
Die Verlinkungen führten direkt zu den vorgeschlagenen Strecken. Dort waren bereits die relevanten Orte hinterlegt und die Fahrradrouten-Einstellung aktiviert.
Das bietet mehrere Vorteile:
- Sofortige Visualisierung der Route
- Überprüfung der Streckenführung
- Anpassung einzelner Abschnitte nach Bedarf
- Kontrolle von Fahrzeiten und Entfernungen
- Weiterführende Navigation direkt über Google Maps
Damit wird die KI-Ausgabe nicht nur zu einer Ideensammlung, sondern zu einer direkt nutzbaren Planungshilfe.
Warum mich das Ergebnis überrascht hat
Bisher habe ich Fahrradtouren meist selbst geplant.
Zum einen, weil ich die Kontrolle über die Strecke behalten wollte. Zum anderen, weil die Planung oft bereits Teil der Vorfreude auf die Tour ist.
Der Test mit Claude hat jedoch gezeigt, wie stark KI mittlerweile bei solchen Aufgaben unterstützen kann. Besonders beeindruckend war nicht nur die Geschwindigkeit, sondern die Kombination aus:
- Individueller Routenplanung
- Berücksichtigung persönlicher Anforderungen
- Automatischer Dokumentenerstellung
- Integration von Kartendiensten
- Möglichkeit zur direkten Weiterbearbeitung
Innerhalb weniger Minuten lag ein Ergebnis vor, für das man sonst deutlich mehr Zeit investieren würde.
KI als Reise- und Freizeitplaner
Das Beispiel der Fahrradtour zeigt, dass KI längst nicht mehr nur für berufliche Aufgaben eingesetzt werden kann.
Auch bei Freizeitaktivitäten ergeben sich zahlreiche Einsatzmöglichkeiten:
- Fahrradtouren planen
- Wanderungen vorbereiten
- Städtereisen organisieren
- Ausflüge zusammenstellen
- Roadtrips entwerfen
- Tagesprogramme erstellen
- Sehenswürdigkeiten recherchieren
Je genauer die Anforderungen formuliert werden, desto besser können moderne KI-Systeme passende Vorschläge liefern.
Fazit
Die Planung meiner Fahrradtour am Comer See hat gezeigt, wie leistungsfähig moderne KI-Tools inzwischen geworden sind. Claude konnte innerhalb kürzester Zeit mehrere passende Routenvorschläge erstellen, diese auf Basis meiner Rückmeldungen anpassen und anschließend sogar ein vollständiges Word-Dokument inklusive Kartenlinks bereitstellen.
Besonders die Verknüpfung mit Google Maps macht die Ergebnisse unmittelbar nutzbar und spart einen großen Teil der sonst notwendigen Recherchearbeit.
Wer seine nächste Fahrradtour, Wanderung oder Reise plant, sollte deshalb durchaus einmal ausprobieren, wie KI bei der Vorbereitung unterstützen kann. Die Ergebnisse können nicht nur Zeit sparen, sondern oft auch auf neue Ideen bringen, die man bei der eigenen Recherche möglicherweise übersehen hätte.
Weitere Fragen?
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