ChatGPT (18)

Claude im Praxistest: So arbeitet ihr effizient mit dem kostenlosen Plan

*Dieser Beitrag basiert auf einem YouTube-Video von Sophie Hundertmark, Expertin für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz mit Fokus auf Chatbots und strategische AI-Anwendungen in Unternehmen und öffentlichen Institutionen. Sophie ist Forscherin und Dozentin an der Hochschule Luzern und promoviert im Bereich Conversational AI an der Universität Fribourg. Der Blogtext wurde mithilfe eines Custom GPT-Modells erstellt, das auf Sophies Video-Inhalte, Sprachstil und Fachwissen trainiert wurde. So entstehen fundierte, aktuelle Beiträge auf Basis eigener Expertise von Sophie Hundertmark.

Den Link zum Video findet ihr am Ende dieses Beitrags.


Immer mehr meiner Kontakte wechseln aktuell zu Claude. Deshalb möchte ich euch heute zeigen, wie ihr mit dem Chatassistenten Claude arbeiten könnt – und zwar komplett im kostenlosen Plan.

Ja, ihr habt richtig gelesen: Alle Funktionen, die ich euch hier vorstelle, funktionieren ohne Upgrade. Wenn ihr also testen möchtet, ob Claude zu eurem Workflow passt, könnt ihr direkt loslegen.

Die Oberfläche von Claude im Überblick

Vom Aufbau her erinnert Claude stark an ChatGPT. Ihr habt:

  • Ein klassisches Chatfenster
  • Eine Modellauswahl (Standardmodell ist voreingestellt)
  • Die Möglichkeit, Dateien hochzuladen
  • Eine Screenshot-Funktion
  • Zugriff auf eure bisherigen Konversationen in der linken Seitenleiste

Das System antwortet auch im kostenlosen Plan sehr zügig und liefert erstaunlich umfangreiche Antworten.

Ihr könnt:

  • Antworten kopieren
  • Feedback geben
  • Nachbessern lassen, zum Beispiel mit „Mach das kürzer“

Gerade diese iterative Arbeitsweise ist extrem wertvoll. Statt alles neu zu formulieren, optimiert ihr eure Ergebnisse Schritt für Schritt.

Einstellungen und Integrationen: Hier wird es spannend

Im Einstellungsbereich könnt ihr:

  • Die Sprache anpassen
  • Euren Account personalisieren
  • Benachrichtigungen verwalten
  • Externe Tools verbinden

Claude lässt sich unter anderem mit folgenden Diensten koppeln:

  • Google Drive
  • Gmail
  • Google Kalender
  • Gamma

Und genau hier liegt eine der spannendsten Funktionen.

Präsentationen automatisch erstellen mit Gamma

Ich habe meinen kostenlosen Gamma-Account mit Claude verbunden und folgenden Prompt getestet:

„Erstelle mir eine Präsentation mit fünf Slides zu meinem Thema.“

Was passiert dann?

  1. Claude recherchiert relevante Informationen.
  2. Das System nutzt die Gamma-Funktionalitäten.
  3. Automatisch wird eine strukturierte Präsentation erstellt.
  4. Mit „In Gamma bearbeiten“ könnt ihr sie weiter optimieren.

Das bedeutet: Recherche, Strukturierung und visuelle Aufbereitung laufen nahezu automatisiert ab.

Gerade für:

  • Vorträge
  • Pitches
  • Lehrveranstaltungen
  • Strategiemeetings

kann das enorm viel Zeit sparen.

Wichtig ist allerdings: Inhalte immer kritisch prüfen und validieren – besonders bei personenbezogenen Informationen.

Projekte: Struktur für komplexe Workflows

Claude bietet außerdem eine Projektfunktion. Damit könnt ihr Chats thematisch bündeln und strukturieren – ähnlich wie Projektordner.

Wenn ihr:

  • an mehreren Kundenprojekten arbeitet
  • Forschungsprojekte betreut
  • unterschiedliche Themen parallel entwickelt

hilft euch diese Struktur, den Überblick zu behalten und effizienter zu arbeiten.

Artefakte: Kleine Apps statt nur Chat

Ein echtes Highlight sind die sogenannten Artefakte.

Während Custom GPTs bei ChatGPT spezialisierte Assistenten sind, gehen Artefakte bei Claude einen Schritt weiter: Sie besitzen ein eigenes Interface. Man könnte fast sagen, es sind kleine Mini-Apps.

Ich habe testweise ein Italienisch-Quiz erstellen lassen.

Der Ablauf:

  1. Ich gebe an, dass ich ein Quiz erstellen möchte.
  2. Claude stellt Rückfragen, zum Beispiel zur Anzahl der Fragen.
  3. Das System programmiert automatisch eine interaktive Anwendung.
  4. Die Fragen lassen sich direkt durchklicken.
  5. Das Artefakt kann veröffentlicht und per Link geteilt werden.

Das eröffnet neue Möglichkeiten für:

  • E-Learning
  • Onboarding-Prozesse
  • interaktive Schulungen
  • kleine interne Tools

Ihr bewegt euch hier also nicht nur im klassischen Chat-Modus, sondern erstellt funktionale Anwendungen.

Claude vs. ChatGPT – lohnt sich der Wechsel?

Vom Interface her sind sich die Systeme sehr ähnlich. Wer bereits mit ChatGPT arbeitet, wird sich schnell zurechtfinden.

Die besondere Stärke von Claude sehe ich aktuell vor allem in:

  • der Integration mit Gamma
  • den Artefakten mit eigenem Interface
  • der strukturierten Projektorganisation

Mein Tipp: Probiert es einfach aus. Gerade im kostenlosen Plan könnt ihr risikofrei testen, welches System besser zu eurem Workflow passt.

Am Ende geht es nicht darum, welches Tool „besser“ ist, sondern welches euch produktiver macht.

Fazit

Claude ist mehr als nur ein Chatbot. Durch Integrationen, Projektstruktur und Artefakte entwickelt sich das System zu einer vielseitigen Arbeitsumgebung.

Wenn ihr:

  • Präsentationen automatisieren möchtet
  • interaktive Inhalte erstellen wollt
  • KI stärker in eure täglichen Prozesse integrieren möchtet

dann lohnt sich ein Test definitiv.

Experimentiert, vergleicht und findet heraus, welches Setup eure Arbeit wirklich effizienter macht.


Weitere Fragen?

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