*Dieser Beitrag basiert auf einem YouTube-Video von Sophie Hundertmark, Expertin für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz mit Fokus auf Chatbots und strategische AI-Anwendungen in Unternehmen und öffentlichen Institutionen. Sophie ist Forscherin und Dozentin an der Hochschule Luzern und promoviert im Bereich Conversational AI an der Universität Fribourg. Der Blogtext wurde mithilfe eines Custom GPT-Modells erstellt, das auf Sophies Video-Inhalte, Sprachstil und Fachwissen trainiert wurde. So entstehen fundierte, aktuelle Beiträge auf Basis eigener Expertise von Sophie Hundertmark.
Den Link zum Video findet ihr am Ende dieses Beitrags.
Über das Jahr 2025 hinweg habe ich viele einzelne Videos zu neuen ChatGPT-Features gemacht. Zum Jahresende war mir wichtig, einmal alles zusammenzuführen. Nicht als Hype-Überblick, sondern als ehrliche Einordnung:
Was ist neu, was nutze ich wirklich, und wo sehe ich Chancen – aber auch klare Grenzen?
Dieser Blogbeitrag fasst genau das zusammen – aus meiner Perspektive.
1) Personen hinzufügen: Zusammenarbeit direkt im gleichen Chat
Ihr kennt meine Gedanken zur Prompted AI Collaboration: KI wird dann richtig wertvoll, wenn sie nicht nur ein Tool ist, sondern aktiv in unsere Zusammenarbeit eingebunden wird.
Eines der für mich wichtigsten Features 2025 ist deshalb die Möglichkeit, Personen zu einem bestehenden Chat hinzuzufügen.
Ich habe das ausprobiert und meinen Kollegen Yannik (der meinen YouTube-Kanal betreut) mitten in einen bestehenden Chat reingeholt. Ab da konnte ich ihn direkt im Chat ansprechen und Aufgaben verteilen – während ChatGPT gleichzeitig im Gespräch bleibt und den gesamten Kontext hält. Genau so stelle ich mir KI-gestützte Teamarbeit vor.
Besonders spannend finde ich: Das funktioniert auch mit einer Einzellizenz. Ihr braucht keinen Team-Account, sondern könnt einfach einen Gruppenchat starten und den Link teilen – auch mit Personen außerhalb eurer Organisation.
2) Recherche für Einkäufe: strukturierte Kaufentscheidungen statt Zufallstreffer
Ein Feature, das mich wirklich positiv überrascht hat, ist die Recherche für Einkäufe.
Ich war lange skeptisch, was Shopping mit ChatGPT angeht. Mir war das oft zu einschränkend. Dieses Feature funktioniert anders: Es fragt systematisch nach meinen Kriterien, statt mir sofort Produkte vorzuschlagen.
Ich habe es am Beispiel einer Heizdecke getestet:
- Budget
- Verwendungszweck
- Größe
- Waschbarkeit
Danach folgt eine Bewertungsphase, bei der ich angeben kann, was mir gefällt und was nicht. Auf Basis dieser Rückmeldungen erstellt ChatGPT anschließend:
- konkrete Produktempfehlungen
- eine Vergleichstabelle
- Quellen zu den Vorschlägen
Das ersetzt keine eigene Recherche, ist aber ein sehr solider Startpunkt für fundierte Entscheidungen.
3) Atlas: ChatGPT wird zum Browser
Mit Atlas geht ChatGPT einen weiteren Schritt Richtung integrierte Arbeitsumgebung.
Atlas kombiniert:
- den klassischen ChatGPT-Dialog
- eine normale Browserfunktion
- und die Möglichkeit, Webseiten direkt mit ChatGPT zu analysieren
Ich kann eine Seite öffnen und im Chat fragen:
„Welche Weiterbildungen werden hier angeboten?“ – und Atlas sucht direkt auf dieser Seite nach relevanten Informationen.
Für mich zeigt Atlas sehr klar, wohin sich Recherche entwickelt: Weg vom reinen Suchen, hin zum dialogischen Arbeiten mit Inhalten. Ob ihr das braucht, hängt stark von euren Workflows ab – spannend ist die Richtung auf jeden Fall.
4) Study Mode: Lernen mit Struktur und Wiederholung
Der Study Mode ist kein völlig neues Konzept, sondern eine gut umgesetzte Standardisierung dessen, was viele von uns bereits mit Prompts oder Custom GPTs gemacht haben.
Der Vorteil: Er ist sofort nutzbar und didaktisch klar aufgebaut.
Typischer Ablauf:
- ChatGPT stellt zuerst Grundfragen
- erstellt daraus einen Lernplan
- arbeitet mit Fragen, Erklärungen, Merksätzen und Wiederholungen
- passt Tempo und Umfang an eure verfügbare Zeit an
Ich habe als Beispiel die Motorbootprüfung genutzt. Das Prinzip lässt sich aber auf Schule, Studium oder Weiterbildung übertragen.
Mein wichtigster Tipp: Lernunterlagen hochladen, damit ChatGPT nicht allgemein bleibt, sondern konkret mit eurem Stoff arbeitet. Und wie immer gilt: als Ergänzung nutzen, nicht blind vertrauen.
5) ChatGPT in WhatsApp: schnell, aber eingeschränkt
ChatGPT lässt sich auch über WhatsApp nutzen – und das funktioniert grundsätzlich gut.
Ich verwende es dort vor allem für:
- kurze Dialoge
- Sprachtraining
- einfache Fragen
Sobald es aber um aktuelle oder komplexere Informationen geht, sehe ich klare Grenzen. Außerdem fehlt mir die Organisation: Es ist ein einzelner Chat ohne Struktur, Themen oder Übersicht.
Mein Fazit: praktisch für unterwegs, aber kein Ersatz für Web oder App.
6) Agent Feature: ChatGPT erledigt Aufgaben – nicht nur Vorschläge
Das Agent Feature war für mich eines der spannendsten, aber auch sensibelsten Themen 2025.
Ich habe es unter anderem bei der Wohnungssuche getestet. ChatGPT hat recherchiert, Ergebnisse zusammengefasst – und auf Wunsch sogar Formulare ausgefüllt und Anfragen abgeschickt, nachdem ich ihm die entsprechenden Informationen gegeben habe.
Hier wird deutlich: Wir bewegen uns weg von reiner Assistenz hin zu tatsächlicher Ausführung von Aufgaben.
Gleichzeitig entstehen genau hier neue Risiken. Deshalb sehe ich dieses Feature als sehr mächtig, aber auch als etwas, das wir bewusst, reflektiert und mit klaren Grenzen einsetzen sollten.
7) Aufgaben / Tasks: Erinnerungen direkt aus dem Chat heraus
Mit Tasks lassen sich Aufgaben direkt im Chat planen, zum Beispiel:
- „Erinnere mich am Montag an Video erstellen“
Die Aufgaben tauchen in einer Übersicht auf und können mit Benachrichtigungen verknüpft werden.
Ganz ehrlich: Vieles davon erledige ich weiterhin über meinen Kalender. Aber für Ideen oder To-dos, die direkt im Chat entstehen, ist das Feature durchaus praktisch.
Mein Fazit zu ChatGPT 2025
Wenn ich alle Features zusammennehme, zeigt sich eine klare Entwicklung:
ChatGPT wird weniger Chatfenster und mehr Arbeitsumgebung.
- Zusammenarbeit wird real
- Recherche wird dialogisch
- Lernen wird strukturierter
- KI beginnt, Aufgaben aktiv auszuführen
Unsere Verantwortung bleibt dabei gleich: kritisch bleiben, Ergebnisse prüfen und bewusst entscheiden, wo wir KI einsetzen – und wo nicht.
Weitere Fragen?
Ihr habt Fragen dazu? Gerne unterstütze ich euch, stehe als Sparring-Partner zur Verfügung und beantworte eure Fragen. Ich freue ich mich immer über eure Nachrichten, am liebsten per WhatsApp Nachricht oder als E-Mail.
Diesen Beitrag gibt es übrigens auch als Video auf YouTube
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