*Dieser Beitrag basiert auf einem YouTube-Video von Sophie Hundertmark, Expertin für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz mit Fokus auf Chatbots und strategische AI-Anwendungen in Unternehmen und öffentlichen Institutionen. Sophie ist Forscherin und Dozentin an der Hochschule Luzern und promoviert im Bereich Conversational AI an der Universität Fribourg. Der Blogtext wurde mithilfe eines Custom GPT-Modells erstellt, das auf Sophies Video-Inhalte, Sprachstil und Fachwissen trainiert wurde. So entstehen fundierte, aktuelle Beiträge auf Basis eigener Expertise von Sophie Hundertmark.
Den Link zum Video findet ihr am Ende dieses Beitrags.
KI-Tools können heute weit mehr, als Fragen beantworten oder Texte schreiben. Sie können komplexe Informationen analysieren, Inhalte optimieren, Recherchen unterstützen, Ideen strukturieren, Innovationen entwickeln oder Euch sogar als persönlicher Lerncoach begleiten.
Entscheidend ist allerdings, wie Ihr mit der KI zusammenarbeitet.
Denn häufig liegt der Unterschied zwischen einem oberflächlichen und einem wirklich hilfreichen Ergebnis im Prompt. Dabei muss ein guter Prompt nicht möglichst kompliziert sein. Viel wichtiger ist, dass Ihr Euer Ziel klar formuliert, ausreichend Kontext liefert und der KI einen sinnvollen Prozess vorgebt.
Genau dafür habe ich sieben Prompts zusammengestellt, die Ihr für ganz unterschiedliche Aufgaben verwenden könnt.
Das Praktische: Die Prompts sind nicht an ein bestimmtes KI-Tool gebunden. Ihr könnt sie beispielsweise in ChatGPT, Gemini, Claude, SwissGPT oder anderen KI-Assistenten ausprobieren.
1. Der Analyse-Prompt: Komplexe Inhalte besser verstehen
Eine lange Studie, ein umfangreicher Artikel oder ein komplexes Thema: Natürlich könnt Ihr die KI einfach bitten, den Inhalt zusammenzufassen. Damit nutzt Ihr ihre Möglichkeiten aber nur teilweise.
Der Analyse-Prompt geht deshalb mehrere Schritte weiter.
Neben einer Zusammenfassung erhaltet Ihr die wichtigsten Aussagen, eine Betrachtung von Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken. Außerdem soll die KI mögliche Fehler, Missverständnisse und Verzerrungen identifizieren.
Besonders wichtig ist der Schritt von der Analyse zur Anwendung: Welche konkreten Handlungsempfehlungen lassen sich aus den Erkenntnissen ableiten?
Falls wichtige Informationen fehlen, soll die KI zudem gezielte Rückfragen stellen. Dadurch könnt Ihr die Analyse anschließend stärker an Euren persönlichen Kontext anpassen.
Analyse-Prompt zum Kopieren
Ich möchte das folgende Thema/Material analysieren:
[THEMA ODER TEXT/URL EINSETZEN]
Bitte analysiere es umfassend und strukturiert.
Halte dich dabei an folgende Schritte:
- Kurz-Zusammenfassung (max. 6 Sätze)
Gib mir eine verständliche, neutrale Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte oder Kernaussagen. - Hauptaussagen & zentrale Botschaften
Liste die 5–10 wichtigsten Punkte auf und erkläre jeweils kurz, warum sie relevant sind. - Stärken & Schwächen
Analysiere:
- Was ist gut, klar, überzeugend?
- Wo gibt es Lücken, Unklarheiten oder Risiken?
Bitte jeweils mit kurzer Begründung.
- Chancen & Risiken (perspektivisch)
Erstelle eine Betrachtung, wie sich das Thema entwickeln könnte.
Nenne je 3–5 Chancen und Risiken. - Fehler, Missverständnisse oder Bias
Zeige mögliche Denkfehler, falsche Annahmen, Datenlücken oder potenzielle Verzerrungen auf. - Konkrete Handlungsempfehlungen
Formuliere klare, umsetzbare Vorschläge – mindestens 5 Stück.
Bitte sowohl:
- Sofortige Quick-Wins
- Mittelfristige Verbesserungen
- Langfristige Optimierungen
- Checkliste für die Umsetzung
Erstelle eine kurze Checkliste mit den wichtigsten Schritten, die ich befolgen sollte, wenn ich das Thema weiter bearbeiten oder in die Praxis umsetzen will. - Wenn erforderlich: Rückfragen
Falls Informationen fehlen, stelle am Ende max. 3 gezielte Rückfragen, um die Analyse noch genauer zu machen.
2. Der Optimierungs-Prompt: Bestehende Inhalte gezielt verbessern
Nicht immer soll KI etwas Neues erstellen. Oft habt Ihr bereits einen Text, eine Webseite, einen Prozess oder eine Idee und möchtet wissen: Wie können wir das besser machen?
Genau dafür ist der Optimierungs-Prompt gedacht.
Dabei wird zunächst der Ist-Zustand bewertet. Erst danach definiert die KI konkrete Verbesserungsziele und erstellt eine optimierte Variante.
Der Vergleich zwischen alter und neuer Version ist dabei besonders hilfreich. Denn so soll die KI transparent machen, was sie überhaupt verändert hat und welche Wirkung dadurch entstehen soll.
Optimierungs-Prompt zum Kopieren
Ich möchte folgendes Material optimieren:
[HIER TEXT, IDEE, PROZESS, URL ODER DOKUMENT BESCHREIBEN]
Bitte analysiere es gründlich und optimiere es in den folgenden Schritten:
- Kurze Bewertung des Ist-Zustands
Gib mir eine verständliche Einschätzung in max. 6 Sätzen:
- Was ist gut?
- Was fehlt?
- Was wird unklar transportiert?
- Was wirkt redundant, lang oder ineffizient?
- Verbesserungs-Ziele definieren
Formuliere 5–7 klare Ziele, z. B.:
- mehr Klarheit
- bessere Struktur
- stärkere Wirkung
- bessere Verständlichkeit
- präzisere Argumentation
- zielgruppengerechte Sprache
- professioneller Ton
Bitte mit kurzer Erklärung.
- Optimierte Version erstellen
Erstelle eine komplett verbesserte Version des Materials:
- klarer
- logischer
- präziser
- motivierender oder professioneller (je nach Kontext)
- strukturiert
- konsistent in Ton und Stil
- frei von Redundanzen
Dabei darfst du neu strukturieren, kürzen, ergänzen und verbessern.
- Vergleich alt vs. neu
Stelle die wichtigsten Unterschiede als kurze Liste dar:
- Was wurde verbessert?
- Welche Wirkung entsteht jetzt?
- Was wurde entfernt oder vereinfacht?
Max. 8 Bulletpoints.
- Optimierungs-Checkliste
Gib mir eine kurze Checkliste, die ich künftig auf ähnliche Inhalte anwenden kann.
5–7 Punkte, konkret und sofort nutzbar. - Feinjustierung (optional)
Biete an, den Text noch einmal zu überarbeiten, und stelle dafür 3 gezielte Rückfragen, die helfen, die Optimierung weiter zu schärfen.
Bitte starte jetzt mit der Optimierung von:
[HIER INHALT EINSETZEN]
3. Der Recherche-Prompt: Ein Thema systematisch erschließen
Der Recherche-Prompt ist nicht nur für wissenschaftliche Arbeiten interessant. Er eignet sich immer dann, wenn Ihr Euch fundierter in ein Thema einarbeiten möchtet.
Die KI soll dabei zunächst das Themengebiet einordnen und anschließend in sinnvolle Teilbereiche zerlegen. Danach folgen Quellen, wichtige Erkenntnisse, Kontroversen und offene Fragen.
Besonders interessant ist die Verbindung zur Praxis: Was bedeutet das recherchierte Thema für Euren Alltag, Beruf oder Euer Business?
Ein wichtiger Hinweis: Gerade bei KI-gestützter Recherche solltet Ihr Quellen niemals ungeprüft übernehmen. Öffnet relevante Originalquellen und überprüft wichtige Aussagen, bevor Ihr sie beispielsweise in wissenschaftlichen oder beruflichen Veröffentlichungen verwendet.
Recherche-Prompt zum Kopieren
Ich möchte folgendes Thema recherchieren:
[HIER THEMA EINSETZEN]
Bitte führe eine umfassende, präzise und klar strukturierte Recherche dazu durch.
Halte dich an folgende Schritte:
- Überblick & Einordnung (max. 8 Sätze)
Erkläre mir verständlich:
- worum es bei diesem Thema geht
- warum es relevant ist
- welche grossen Diskussionen oder Trends es gibt
- welche Perspektiven oder Teilbereiche wichtig sind
- Gliederung des Themenfelds
Zerlege das Thema in 5–10 logische Unterbereiche, z. B.:
- Grundlagen
- aktuelle Entwicklungen
- Daten/Fakten
- Probleme/Herausforderungen
- Chancen/Potenziale
- Anwendungen
- Forschung
- Praxisbeispiele
- Markt/Anbieter
- Zukunftstrends
Bitte jeweils mit kurzer Erklärung.
- Wichtige Quellen & Referenzen
Erstelle eine Liste mit mindestens 10 relevanten Quellen, sortiert nach Kategorien:
a) Wissenschaft / Forschung
b) Medien / Blogs / Fachartikel
c) Institutionen / Organisationen
d) Tools / Produkte / Anbieter
e) Bücher / Reports
Für jede Quelle:
1 Satz, warum sie wichtig ist.
(Keine echten URLs nötig, aber wenn Inhalte bekannt sind: erwähnen.)
- Key Insights – Was ich wissen muss
Fasse die wichtigsten Erkenntnisse als 10–15 kurze Bulletpoints zusammen.
Fokus auf:
- Fakten
- grosse Muster
- Zusammenhänge
- typische Fehler oder Missverständnisse
- Kontroversen, Risiken & offene Fragen
Nenne 5–7 kritische Punkte, z. B.:
- Was wird oft übersehen?
- Wo gibt es Streit?
- Wo fehlen Daten?
- Welche Risiken oder Nebenwirkungen gibt es?
- Praktische Relevanz für meinen Alltag / Beruf
Zeige 5–7 konkrete Anwendungsfälle, wie das Thema im Alltag, Job oder Business relevant wird. - Mini-How-To für den Einstieg
Erstelle einen kurzen Leitfaden (max. 8 Schritte), wie ich praktisch mit dem Thema starten kann – ohne Vorwissen. - Checkliste
Gib mir eine kompakte Checkliste, damit ich sicher bin, dass ich das Thema verstanden habe.
6–8 Punkte. - Rückfragen zur Vertiefung
Stelle mir am Ende 3 präzise Rückfragen, mit denen du die Recherche weiter personalisieren oder vertiefen kannst.
Bitte beginne jetzt mit der Recherche zu:
[THEMA EINSETZEN]
4. Der Landingpage-Prompt: Von der Idee zum überzeugenden Aufbau
Auch eine Landingpage könnt Ihr gemeinsam mit KI entwickeln. Dafür reicht es allerdings nicht, lediglich Euer Produkt oder Eure Dienstleistung zu nennen.
Je besser Ihr Zielgruppe, Ziel, Tonalität und Besonderheiten beschreibt, desto gezielter kann die KI arbeiten.
Der Prompt legt deshalb auch die wichtigsten Elemente der Seite fest: von Headline und emotionalem Einstieg über Vorteile und Social Proof bis zum Call-to-Action und FAQ.
Landingpage-Prompt zum Kopieren
Du bist ein erfahrener Conversion-Optimierungs- und Copywriting-Experte.
Erstelle eine überzeugende, klar strukturierte Landingpage für folgendes Angebot:
Produkt / Service: [Hier einfügen]
Zielgruppe: [Hier einfügen – möglichst konkret, inkl. Vorkenntnisse, Bedürfnisse]
Ziel der Landingpage: [z. B. Kauf, Terminbuchung, Download]
Tonality: [freundlich, professionell, inspirierend, einfach verständlich, etc.]
Besonderheiten / USP: [Was macht das Angebot einzigartig?]
Wichtige Inhalte, die unbedingt vorkommen sollen: [optional]
Erstelle die Landingpage mit folgenden Elementen:
Starke Headline (klarer Nutzen, kein BlaBla)
Subheadline (konkretisiert den Mehrwert)
Ein kurzer emotionaler Einstieg (Problem der Zielgruppe)
Lösung / Angebot verständlich erklärt
3–5 konkrete Vorteile (keine Features, sondern Nutzen)
Optional: So funktioniert es (Schritte)
Social Proof (z. B. Beispiele, typische Ergebnisse, Testimonials-Platzhalter)
Call-to-Action (klar und mehrfach platziert)
FAQ (3–5 typische Einwände beantworten)
Abschluss mit Vertrauen & Motivation
Wichtige Regeln:
Schreibe klar, einfach und ohne Fachjargon.
Fokus auf Nutzen, nicht auf Technik.
Kurze Absätze, gut scannbar.
Vermeide leere Floskeln.
Schreibe so, dass die Zielgruppe sich direkt angesprochen fühlt.
5. Der Struktur-Prompt: Chaos in klare Strukturen verwandeln
Ihr habt viele Informationen und Ideen im Kopf, aber noch keinen roten Faden?
Dann ist der Struktur-Prompt besonders hilfreich. Das kann für ein Paper genauso funktionieren wie für ein neues Projekt, einen Vortrag, ein Konzept oder eine Präsentation.
Die KI identifiziert zunächst die Kernaussage und die Ziele. Danach entwickelt sie eine Haupt- und Unterstruktur.
Besonders hilfreich: Ihr erhaltet zusätzlich alternative Strukturmodelle. So könnt Ihr vergleichen, ob beispielsweise eine Storytelling-Struktur, eine wissenschaftliche Struktur oder ein Problem-Lösungs-Aufbau besser zu Eurem Vorhaben passt.
Struktur-Prompt zum Kopieren
Ich möchte folgendes Material oder Thema strukturieren:
➡ [HIER THEMA, TEXT, IDEE, PROZESS ODER URL EINSETZEN]
Bitte hilf mir, es in eine klare, logische und professionelle Struktur zu bringen.
Gehe dazu in den folgenden Schritten vor:
- Kernaussage identifizieren
Formuliere in 3–5 Sätzen:
- Worum geht es wirklich?
- Was ist die Hauptbotschaft?
- Warum ist das Thema wichtig?
- Was soll am Ende verstanden werden?
- Ziel definieren
Gib mir 3–5 Ziele, die die Struktur erfüllen soll, z. B.:
- leichter verständlich
- gut präsentierbar
- logisch aufgebaut
- zielgruppengerecht
- kürzer / klarer / fokussierter
Bitte jeweils mit kurzer Erklärung.
- Hauptstruktur erstellen
Erstelle eine klare Struktur mit 5–10 Hauptelementen, z. B.:
- Einleitung
- Problem / Ausgangslage
- Analyse
- Optionen / Ideen
- Beispiele
- Lösung / Empfehlung
- Umsetzung
- Fazit
Jedes Element soll eine kurze Erklärung (1–2 Sätze) enthalten.
- Unterstruktur ergänzen
Baue zu jedem Hauptpunkt eine sinnvolle Unterstruktur auf:
- Bulletpoints
- Teilaufgaben
- logische Schritte
- Daten / Fakten
- Beispiele
Die Struktur soll vollständig sein und alles abdecken, was für das Thema relevant ist.
- Alternative Strukturvorschläge
Erstelle zusätzlich zwei alternative Strukturen, z. B.:
- Storytelling-Struktur
- Business-Struktur
- Problem-Lösung-Struktur
- Wissenschaftliche Struktur
- 5-Säulen-Modell
- Pyramidenprinzip (Minto)
So habe ich Auswahl je nach Zielgruppe.
- Vereinfachte Kurzstruktur
Fasse die Struktur auf max. 6 Punkte zusammen – ideal für Slides oder mündliche Präsentation. - Struktur-Checkliste
Gib mir eine kurze Checkliste (6–8 Punkte), mit der ich prüfen kann:
- Ist die Struktur logisch?
- Ist sie vollständig?
- Ist sie verständlich?
- Ist die Reihenfolge sinnvoll?
- Ist der rote Faden klar?
- Optional: Rückfragen
Stelle mir am Ende 2–3 gezielte Rückfragen, falls du weitere Informationen brauchst, um die Struktur zu perfektionieren.
Bitte starte jetzt mit der Struktur für folgendes Thema:
➡ [THEMA EINSETZEN]
6. Der Innovations-Prompt: Kreativität mit System
KI kann ein spannender Sparringspartner sein, wenn Ihr neue Ideen sucht. Statt allerdings einfach nach möglichst vielen Ideen zu fragen, könnt Ihr den kreativen Prozess strukturieren.
Genau das macht der Innovations-Prompt.
Die KI betrachtet das Problem zunächst aus unterschiedlichen Rollen und Perspektiven. Danach kommen verschiedene Kreativmethoden zum Einsatz – darunter SCAMPER, „Was wäre, wenn …?“ und 10x-Thinking.
Anschließend werden die Ideen nicht einfach stehen gelassen, sondern nach Wirkung, Aufwand, Machbarkeit und Differenzierung betrachtet. Für die beste Idee entsteht schließlich ein erstes Konzept inklusive Realitätscheck und Umsetzungsplan.
Innovations-Prompt zum Kopieren
Ich möchte zu folgendem Thema neue, innovative Ideen entwickeln:
[HIER THEMA EINSETZEN]
Bitte hilf mir, kreative und gleichzeitig realistisch umsetzbare Lösungen zu entwickeln. Arbeite dafür nach den folgenden Schritten:
- Problem klar definieren
Erkläre in 3–5 Sätzen:
- Worum geht es?
- Welche Herausforderung soll gelöst werden?
- Wer ist betroffen?
- Was wäre ein ideales Ergebnis?
- Perspektivenwechsel
Betrachte das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln. Gib mir mindestens 8 Rollen-Perspektiven, z. B.:
- Nutzer
- Expertin
- Kritiker
- Anfänger
- Wettbewerber
- Zukunftsforscher
- Tech-Optimist
- Minimalist
- Investor
- Kind
- KI-System
Zu jeder Perspektive ein kurzer Insight.
- Ideenentwicklung – 3 Kreativmethoden
Erstelle mit drei Methoden jeweils 5–7 Ideen:
- SCAMPER (Substitute, Combine, Adapt, Modify, Put to other use, Eliminate, Reverse)
- „Was wäre, wenn…?“–Methode
- 10x-Thinking (radikale Idee, die das Problem neu definiert)
Damit entstehen 15–20 Ideen.
- Bewertung & Priorisierung
Bewerte die Ideen nach:
- Wirkung
- Aufwand
- Machbarkeit
- Differenzierung
- Zeit bis zur Umsetzung
Erstelle daraus eine Top-5 Shortlist.
- Prototyping auf Papier
Führe für die beste Idee ein schnelles Konzept aus:
- Zielgruppe
- Problem, das gelöst wird
- Funktionsweise
- Besonderheit / Vorteil
- Design / Aufbau
- Ein erstes Beispiel
- Mögliche Stolpersteine
Max. 10 Sätze.
- Realitätscheck
Liste 5 Risiken oder Schwachstellen und formuliere jeweils eine praktische Lösung oder Gegenmassnahme.
- Umsetzungsschritte (erste Woche)
Gib mir einen Mini-Plan, wie ich in 7 Tagen erste Resultate erzielen kann.
Kurze, schnelle Schritte.
- Innovations-Checkliste
Erstelle eine 6–8 Punkte Checkliste, um sicherzustellen, dass die Innovation:
- nutzerzentriert ist
- Mehrwert bietet
- einfach verständlich ist
- skalierbar oder anpassbar ist
- einzigartig ist
- realistisch umsetzbar bleibt
- Optionale Vertiefung
Stelle am Ende 3 Rückfragen, um darauf aufbauend noch radikalere oder noch praktikablere Innovationen zu generieren.
Bitte starte jetzt mit innovativen Ideen zu folgendem Thema:
[HIER THEMA EINSETZEN]
7. Der Lern-Prompt: KI als persönlichen Lerncoach einsetzen
Lernen bleibt wichtig – gerade in einer Zeit, in der wir immer mehr Denkaufgaben an KI abgeben.
Gleichzeitig können wir KI nutzen, um uns beim Lernen zu unterstützen.
Die Idee dieses Prompts ist deshalb nicht, dass Euch die KI einfach Wissen präsentiert. Sie übernimmt vielmehr die Rolle eines persönlichen Lerncoachs.
Dafür definiert Ihr ein Thema und ein konkretes oberstes Lernziel. Die KI zerlegt dieses anschließend in Teilziele und erstellt einen Lernplan.
Danach beginnt die eigentliche Zusammenarbeit: Ihr löst Aufgaben, beantwortet Fragen und bekommt Feedback. Ist etwas zu schwierig, kann die KI vereinfachen. Ist es zu leicht, kann sie die Anforderungen erhöhen.
Dadurch entsteht ein Lernprozess, den Ihr über einen längeren Zeitraum fortführen und immer wieder anpassen könnt.
Lern-Prompt zum Kopieren
Du bist mein persönlicher Lerncoach und Trainingslehrer. Dein Ziel ist es, mich strukturiert, motivierend und effizient beim Lernen zu begleiten – angepasst an mein individuelles Ziel.
Eingaben (die ich dir gebe):
- Thema / Fähigkeit:
- Oberstes Ziel:
Dein Vorgehen (verbindlich):
- Zielklarheit herstellen
- Formuliere mein Lernziel in eigenen Worten
- Zerlege es in realistische Teilziele
- Prüfe, ob das Ziel klar, erreichbar und messbar ist
- Individuellen Lernplan erstellen
- Erstelle einen strukturierten Lernplan (Etappen / Module / Wochen oder Tage)
- Priorisiere Inhalte nach Relevanz für mein Ziel
- Plane Wiederholungen und Vertiefungen ein
- Aktiv als Lerncoach begleiten
- Erkläre Inhalte einfach, verständlich und schrittweise
- Nutze Beispiele, Analogien und Mini-Übungen
- Stelle mir regelmässig Verständnisfragen
- Passe Tempo und Tiefe dynamisch an mein Feedback an
- Trainingsmodus aktivieren
- Gib mir konkrete Aufgaben oder Übungen
- Korrigiere meine Antworten konstruktiv
- Erkläre Fehler und zeige bessere Lösungswege
- Fordere mich gezielt heraus, ohne zu überfordern
- Motivation & Reflexion
- Motiviere mich kontinuierlich
- Zeige Fortschritte auf
- Stelle Reflexionsfragen (Was fiel leicht? Was schwer? Was ändern wir?)
- Flexibel reagieren
- Wenn ich sage „zu schwer“, vereinfache
- Wenn ich sage „zu leicht“, vertiefe
- Wenn ich sage „keine Zeit“, kürze sinnvoll
- Wenn ich sage „Praxis“, liefere Anwendungsbeispiele
Regeln für deine Antworten:
- Klar, freundlich, unterstützend
- Keine unnötige Theorie
- Fokus immer auf mein oberstes Ziel
- Du begleitest mich langfristig, nicht nur einmalig
Was alle sieben Prompts gemeinsam haben
Auch wenn die sieben Prompts sehr unterschiedliche Aufgaben erfüllen, steckt hinter ihnen ein ähnliches Prinzip.
Ihr beschreibt nicht nur, was die KI machen soll, sondern gebt ihr einen Prozess vor.
Die Aufgabe wird in einzelne Schritte zerlegt. Zwischenergebnisse werden geprüft. Die KI soll unterschiedliche Perspektiven berücksichtigen und bei Bedarf Rückfragen stellen.
Dadurch verändert sich die Zusammenarbeit mit KI: Statt eine einzelne Frage zu stellen und auf eine möglichst gute Antwort zu hoffen, definiert Ihr einen strukturierten Arbeitsprozess.
Und Ihr müsst die Prompts natürlich nicht unverändert übernehmen.
Passt sie an Eure Aufgaben an. Entfernt Schritte, die Ihr nicht braucht. Ergänzt eigene Anforderungen. Gebt der KI Dokumente, Beispiele oder weitere Hintergrundinformationen, wenn diese für die Aufgabe relevant sind.
Welcher Prompt eignet sich für welche Aufgabe?
Wenn Ihr nicht wisst, mit welchem Prompt Ihr anfangen sollt, könnt Ihr Euch an einer einfachen Frage orientieren:
Möchte ich etwas verstehen? Dann nutzt den Analyse-Prompt.
Möchte ich etwas verbessern? Dann ist der Optimierungs-Prompt passend.
Möchte ich ein Thema erschließen? Startet mit dem Recherche-Prompt.
Möchte ich eine Landingpage entwickeln? Nutzt den Landingpage-Prompt.
Möchte ich Ordnung in meine Gedanken bringen? Probiert den Struktur-Prompt.
Möchte ich neue Lösungsansätze entwickeln? Dann ist der Innovations-Prompt interessant.
Und wenn Ihr selbst etwas Neues lernen möchtet, könnt Ihr die KI mit dem Lern-Prompt zum persönlichen Lerncoach machen.
Fazit: Gute Prompts schaffen bessere Prozesse
Gutes Prompting bedeutet nicht, die eine perfekte Formulierung zu finden.
Viel wichtiger ist, der KI zu vermitteln, welches Ziel Ihr verfolgt, welchen Kontext sie kennen muss und in welchen Schritten sie die Aufgabe bearbeiten soll.
Die sieben Prompts könnt Ihr deshalb als Ausgangspunkt betrachten. Kopiert sie, probiert sie aus und passt sie an Eure eigenen Aufgaben an.
Und noch wichtiger: Bleibt selbst Teil des Prozesses. Prüft Ergebnisse, hinterfragt Aussagen und gebt Feedback. Gerade bei Recherche, Analyse und wichtigen beruflichen Entscheidungen sollte ein KI-Ergebnis nie automatisch das Ende des Prozesses sein.
Denn am spannendsten wird KI nicht unbedingt dann, wenn sie eine Aufgabe komplett für uns übernimmt – sondern wenn wir lernen, strukturiert mit ihr zusammenzuarbeiten.
Weitere Fragen?
Ihr habt Fragen dazu? Gerne unterstütze ich euch, stehe als Sparring-Partner zur Verfügung und beantworte eure Fragen. Ich freue ich mich immer über eure Nachrichten, am liebsten per WhatsApp Nachricht oder als E-Mail.
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